Geschichte

 

Auckland ist die größte Stadt Neuseelands. Sie liegt auf einer Landenge im Norden. Auckland wird im Osten durch den Pazifik und im Westen durch die Tasmanische See begrenzt. Im Südwestern und Nordwesten begrenzen verschiedene Berge und Hügelketten Auckland. Die Stadt ist auf einem inaktiven Vulkanfeld entstanden. Die Vulkane prägen das einmalige Landschaftsbild der Stadt, sie bilden Hügel, Seen, Lagunen oder kleine Inseln. Der letzte große Vulkanausbruch war um 1350. Zu der Zeit kamen auch die ersten Siedler, die polynesischen Mãori ins Land, die diesen Vulkan "Rangitoto" nannten. "Rangitoto" kann man übersetzten mit "Blut vom Himmel" "Rangi" bedeutet "Blut" und "Toto"-"Himmel".

 

Die Mãori bezeichneten das heutige Auckland als Tamaki Makau Rau. Die ersten Siedler wurden auf den Hügeln sesshaft. Die terrassenähnliche Anordnung der ersten Siedlungen ist zum Teil noch am Mount Eden oder dem One Tree Hill zu sehen. Die Gründe für die Besiedlung der Gegend waren vielfältig. Sie waren zum Beispiel für die Landwirtschaft der fruchtbare Boden und für die Fischerei und dem Handel die Nähe zu den verschiedenen Naturhäfen. Die geschützte Lage in den Bergen der Landenge war ein weiterer Grund dort sesshaft zu werden.

 

Im 17. Jahrhundert begannen die Europäer das Land zu besiedeln und die Zahl der Mãori, die dort sesshaft waren ging stark zurück. Der Rückgang der Ureinwohner ist zum einen zurückzuführen auf die Krankheiten, die die Europäer ins Land brachten. An diesen Krankheiten, vor allem an Pocken und Tuberkulose starben viele der Polynesier. Zum anderen handelten die Europäer mit Waffen. Der Waffenhandel brachte das Kräftegleichgewicht der Einheimischen durcheinander und es kam immer öfter zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Stämmen.

 

Der Vertrag von Waitangi gilt als Geburtstunde des heutigen Aucklands. Er wurde am 06.Februar 1840 bei Waitangi in der "Bucht der Inseln" unterzeichnet. Durch den Vertrag erhielten die Ureinwohner den Status eines britischen Bürgers, gaben dafür jedoch jedes Recht auf Souveränität auf. Den Mãori wurde versichert, dass sie Grundstücke, Land und Besitztümer behalten durften. Dieser Vertrag wurde jedoch nicht eingehalten, sodass sich die Regierung Neuseelands im Juni 2008 dazu verpflichtete den Mãori-Stämmen eine Entschädigung von rund 250 Millionen Euro zu zahlen. Nach dem Vertrag von 1840 war Neuseeland offiziell an Großbritannien gebunden. Der Leutnant William Hobson suchte nach einem geeigneten Standort für die Hauptstadt des Landes. Am 18. September 1840 wurde eine Zeremonie abgehalten in der die Hauptstadt nach George Eden, 1. Earl of Auckland ausgerufen wurde. Im November 1842 wurde Auckland als Hauptstadt amtlich anerkannt. Auckland blieb rund 20 Jahre Hauptstadt Neuseelands. Die heutige Hauptstadt ist Wellington.

Seitdem Auckland als Hauptstadt ausgerufen wurde, kamen immer mehr Einwanderer in die Stadt. Es kristallisierte sich schnell eine Besiedlung je nach sozialem Stand der Personen heraus. Im östlichen Teil Aucklands lebten vorwiegend Regierungsmitglieder, im westlichen Teil überwiegend Handwerker oder Künstler. Noch heute lässt sich dieses soziale Gefälle in der Stadt erkennen.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts gingen die Bevölkerungszahlen in Auckland zurück, was unter anderem daran lag, dass seit 1862 nicht mehr Auckland die Hauptstadt Neuseelands war sondern Wellington zur Hauptstadt ausgerufen wurde. Auckland gewann im Laufe der Zeit jedoch an wirtschaftlicher Macht, die Bevölkerung nahm wieder zu und die Stadt wurde 1900 die größte Stadt des Landes. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hatte auch Folgen für die Stadt. Zu dieser Zeit wurde erstmals ein Anhänger der New Zaland Labour Party Premierminister von Neuseeland. Der Premierminister löste einen regelrechten Bauboom in Auckland aus und ließ Häuser in finanzschwachen Bevölkerungsteilen errichten. Ein erneuter Bauboom verzeichnete sich nach dem zweiten Weltkrieg und umfasste hauptsächlich die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Es wurde beispielsweise die Auckland Harbour Bridge gebaut. Die Brücke verbindet das Stadtzentrum mit den Vororten im Norden. Außerdem entstand 1966 ein neuer Flughafen, der die vorhandenen Flughäfen entlasten sollte.

 

Anfang 1998 fiel im Central Business District für über einen Monat der Strom aus. Die 4 Jahrzehnte alten Stromkabel versagten auf Grund des heißen Sommers ihren Dienst. Insgesamt waren von dem Stromausfall über 80.000 Menschen betroffen und brachten den im CBD ansässigen Firmen große finanzielle Verluste.

 

Sprachreise Neuseeland

Neuseelands Sprache und Kultur kennen lernen auf einer Sprachreise nach Auckland.